
Erstmalig erwähnt wurden sportliche Betätigungen in Oedheim im Jahre 1909. Unter der Leitung von Heinrich Schenk sen. gründete man, wie in vielen Gemeinden der Region, auch in Oedheim den ersten Turnverein. Geturnt wurde im Freien und die Turngeräte konnten nur notdürftig untergebracht werden.

Zwei Jahre später erkannte auch der damalige Katholische Jungmännerverein den Wert des Turnens als Leibesübung und der Persönlichkeitsbildung und gründeten die Sportabteilung „D J K“, deren 1. Vorstand Alfons Holl war.

1921 erhielten die Oedheimer Vereine einen Sportplatz im sogenannten „Säukies“.

Durch die aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Soldaten bekam auch das Fußballspiel einen neuen Stellenwert. Da die damals überall entstehenden Fußballmannschaften nach Beschluss des deutschen Turnerbundes keinem Turnverein angehören durften, gründeten sie ihren eigenen Verein namens „Teutonia - Sportverein Oedheim“. Als 1925 im Blick auf die immer größere Beliebtheit des Fußballsports der Beschluss des Deutschen Turnerbundes aufgehoben wurde, schlossen sich die Turner und die Fußballer zum Turn- und Sportverein zusammen.

1934 wurde die DJK „Deutsche Jugendkraft“ durch die Nationalsozialisten verboten, was sich nachteilig für die Entwicklung des Sports auswirkte. Während des Krieges kam der Sportbetrieb in Oedheim vollkommen zum Erliegen.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 regte sich bei den Sportlern der Wunsch, wieder Sport zu treiben. Als dann das von den Nazis beschlagnahmte Jugendheim an seinen früheren Besitzer zurückgegeben wurde, war eine Stätte vorhanden, in der Turnen und sonstiger Sport Einzug halten konnte. Es entwickelte sich ein reges Sporttreiben. Die beiden früheren Vereine wurden unter der Leitung von Ludwig Denzer (DJK) und Franz Schäfer (TSV) wiederbelebt. Am 12.05.1946 fand unter der Federführung des damaligen Ortsgeistlichen Pfarrer Gentner mit 127 Männern die Gründungsversammlung statt. Sein eindringlicher Appell, nach den politischen Verirrungen der Nazizeit ein deutliches Zeichen eines echten Miteinanders zu setzen, fiel in der Versammlung auf fruchtbaren Boden.

Außer der schon voll im Spielbetrieb stehenden Fußballabteilung, den Turnern und den Leichtathleten wurde 1946 auch eine Handballabteilung unter der Leitung von Kurt Hitzel gegründet.

Als erste Frauengruppe fasste endlich auch das Frauenturnen in Oedheim Fuß. Die ersten Übungsabende fanden in der alten
Kinderschule statt. Durch den Neubau der Schulturnhalle erhielt die junge Abteilung dann den nötigen Aufwind und bald mussten die Übungsabende in vier Gruppen aufgeteilt werden.

Ein langgehegter Wunsch der Sportvereinigung wurde im Jahre 1957 Wirklichkeit. Unter Regie von Bürgermeister Natterer begannen die Arbeiten zum neuen Sportgelände in der „Glückshalde“. Der persönli- chen Initiative des Bürgermeisters war es zu verdanken, dass unter Mithilfe einer Neckarsulmer Einheit der US-Armee die umfangreichen Erdarbeiten begonnen werden konnten, unter anderem wurden 20.000 m³ Erde abgetragen. Des Weiteren hatte sich die Sportvereinigung bei der Planung des neuen Sportgeländes bereit erklärt, aus eigenen Geldmitteln die Außenanlagen fertig zu gestalten. Am 08.09.1961 konnte schließlich die neu Sportanlage eingeweiht werden. Sie gab dem Verein wichtige Impulse für die nachfolgende Entwicklung.

Nachdem frühere Versuche aus unterschiedlichen Gründen keinen Bestand hatten, wurde 1967 die Tischtennisabteilung aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erweckt.

Durch die Planung der Gemeinde für ein neues Sportzentrum „Obere Lachen“ bot sich die Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Vereins. Daher fand am 31.10.1978 eine außerordentliche GV mit dem einzigen Tagesordnungspunkt „Bau eines Sportheims beim neu geplanten Sportzentrum“ statt. Im Jahr 1980 stand im Mittelpunkt der Baubeginn unseres neuen Sportheims beim neuen Sportzentrum. Der erste Spatenstich konnte am 02.08.1980 ausgeführt werden. Nach über 8.000 unentgeltlichen Arbeitsstunden wird das Richtfest am 11.07.1981
gefeiert. Am 29./30.08.1981 fand unter der Regie der Sportvereinigung das erste Oedheimer Straßenfest zugunsten des Sportheimneubau statt. Dabei arbeiteten sämtliche Oedheimer Vereine für diesen guten Zweck mit und jeder Verein spendete seinen Erlös der Sportvereinigung. Gesamterlös ca. 55.000 DM. Eine Woche später, am 05./06.09.1981, konnte dann das neue Sportzentrum in den „Oberen Lachen“ eingeweiht werden. In knapp dreijähriger Bauzeit entstand das heutige Sportgelände.

Im August 1986 konnte die Schallmauer mit dem 1.000sten Mitglied durchbrochen werden.

Die Einweihungsfeier für die neue Großsporthalle fand am Wochenende vom 02.06. - 04.06.1989 statt. Diese neue Sporthalle schaffte die Voraussetzungen für eine noch intensivere Jugendarbeit, besonders bei den hallengebundenen Sportarten.

Nachdem schon längere Zeit im Jugendbereich gemeinsame Mannschaften gemeldet wurden, schlossen sich am 15.04.1992 die beiden Handballabteilungen des Spvgg Oedheim und des TSV Degmarn zur SG Degmarn-Oedheim zusammen.

In der außerordentlichen GV am 12.10.1996 wurde der Anbau der Sportheimgaststätte beschlossen. Es sollten zusätzliche 70 Sitzplätze innen und 50 Sitzplätze im Außenbereich geschaffen werden. Im Untergeschoss waren neben einem neuen Technikraum für Heizung und Lüftung ein Geschäftszimmer und ein großer Gymnastikraum vorgesehen.

Zahlreiche Mitglieder der Spvgg wirkten bei der Erstellung des multifunktionalen Beach-Feldes im Sportzentrum mit, welches nach Abschluss der Arbeiten am 15.05.2004 vom Vorstandsvorsitzenden Ludger von der Pütten-Bluhm im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten der Gemeinde Oedheim übergeben wurde.

Das unter der Leitung von Michael Herold, Thomas Epp und Uwe Hertner, einigen fleißigen Mitgliedern der Spvgg und dem Bauhof der Gemeinde Oedheim neu errichtete DFB-Kleinspielfeld wurde
eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Kosten von 23.000 €, die trotz vieler freiwilligen Arbeitsstunden angefallen waren, übernahm die Gemeinde.

Eine weitsichtige Entscheidung im Gemeinderat war die Zustimmung zu den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten des Sportgeländes und für den Bau eines Kunstrasenplatzes im Jahr 2020. Ein entscheidender Beitrag der Spvgg war die Übernahme von Eigenleistungen. So leisteten über 100 freiwillige Helfer, vor allem aus der Fußballabteilung, über 2000 Arbeitsstunden, um das Sportgelände attraktiver und zukunftssicher zu machen.
