SPVGG

OEDHEIM

 

 

Die Spvgg Oedheim im Wandel der Zeit

 

Oedheim in Stichworten

 

1235 Oedheim wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt und zwar ist die Rede von Odehein. Oedheim gehörte zu dieser Zeit zu den Herren von Weinsberg

 

1335 wird Oedheim an das Erzstift Mainz verkauft

 

1525 während des Bauernkriegs wird auch Oedheim nicht verschont. Der Oedheimer Schultheiß wird von den Truppen des Truchsessen von Waldburg gefangen genommen.

 

1528 Das Witwen- und Waisenhaus wird von Ulrich Capler von Oedheim erbaut.

 

1554 Das Schloss der Herren von Bautz wird durch die Truppen des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Culmbach zerstört.

 

1626 Nach dem Krieg zog auch die Pest in Oedheim ein und forderte in den folgenden Jahren erhebliche Opfer von der Bevölkerung

 

1725 Die neu erbaute Kirche in Oedheim wird durch Weihbischof Bernhard Mayer von Würzburg eingeweiht.

 

1765 Die Kocherbrücke wird erbaut und 1766 darauf der Brückenheilige Nepomuk aufgestellt.

 

1794 Der Deutschorden bewilligt für Oedheim die erste Bierwirtschaft.

 

1806 Oedheim wird aus dem Gebiet des Deutschordens an den Kurfürst Friedrich von Württemberg übergeben und ist seither württembergisch.

 

1834 Das Schulhaus bei der Klinge wird gebaut.

 

1847 Der Brückenzoll zum Überqueren des Kochers wird abgeschafft.

 

1851 Willenbach und Lautenbach werden als Teilgemeinden in den Gemeindeverband eingegliedert.

 

1866 Die Oedheimer Feuerwehr wird gegründet.

 

1870/75 Die ersten Häuser werden auf dem Gebiet des Neudorfs erbaut.

 

1879 Die Straßenbeleuchtung wird eingeführt. Es wird mit insgesamt 8 Erdöllampen begonnen.

 

1903 Ein Großbrand am 16./17. März zerstört einige Scheuern und Wohnhäuser in der Ortsmitte.

 

1907 Das erste Telefon wird in Oedheim im Rathaus installiert.

 

1909 Der erste Sportverein wird unter der Leitung von Heinrich Schenk sen. gegründet.

 

1914/18 Der erste Weltkrieg fordert auch von Oedheim erhebliche Opfer (insgesamt 68 Gefallene und 5 Vermisste).1920 Gründung des Fußballclubs „Teutonia“. Ab 1921 konnte ein Spielbetrieb auf dem Säukiessportplatz durchgeführt werden.

 

1939/45 Der zweite Weltkrieg. 45 % des Ortes werden in den letzten Kriegstagen zerstört. Viele Opfer waren im Ort und an der Front zu beklagen.

 

1946 Die Sportvereinigung Oedheim e.V. wird aus den beiden früheren Vereinen TSV und DJK gegründet.

 

1955 Das umgebaute und wieder hergestellte Rathaus wird eingeweiht.

 

1959 Die neue Kocherbrücke wird eingeweiht. Beginn der Bauarbeiten auf dem Sportgelände „Glückshälde“.

 

1961 Das Feuerwehr-Gerätehaus in der Neuenstädter Straße wird fertiggestellt.

 

1965 Im Gewann „Obere Lachen“ entsteht die Kläranlage.

 

1966/67 Im Zuge einer besseren Wasserversorgung wird er 40 m hohe Wasserturm erstellt.

Ebenfalls 1967 wird die Kochertalschule eingeweiht.

 

1971 Die Gemeinde Degmarn wird in die Gemeinde Oedheim auf Wunsch seiner Einwohner eingemeindet.

 

1974 Am 25.01.1974 wird das Hallenbad eingeweiht. Gleichzeitig entsteht das Freizeitzentrum Im Hirschfeld.

 

1979 Im Gewann „Obere Lachen“ entsteht das Neue Sportgelände. Weiterhin können in diesem Jahr fünf Tennisplätze des Tennisclubs eingeweiht werden.

 

1980 Die Sportvereinigung Oedheim beginnt mit ihrem Bauvorhaben „Sportheimbau“ beim neuen Sportgelände „Obere Lachen“.

 

1981 Das neue Sportgelände kann eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

 

1982 Der Sportheimneubau der Sportvereingung Oedheim inclusive Gaststätte wird eingeweiht.

 

1985 Oedheim begeht mit einer großen Feier sein 750jähriges Jubiläum. In einem besonderen Festakt wird die offizielle Partnerschaft mit der mittelschwedischen Stadt Degerfors geschlossen.

 

1989 Einweihung der neuen Oedheimer Großsporthalle bei der Kochertalschule

 

Seit Anfang der Neunziger Jahre

Ortskernsanierung inclusuive Rathauserweiterung wird stetig vorangetrieben.

 

1995 Beginn der Bauarbeiten für die neue Kulturhalle im Bereich des Schlosshofes.

 

 

Beginn des Oedheimer Sportgeschehens

 

Erstmalig erwähnt wurden sportliche Betätigungen in Oedheim im Jahre 1909. Unter der Leitung von Heinrich Schenk sen. wurde, wie in vielen Gemeinden der Region, auch in Oedheim der erste Turnverein gegründet. Der Ursprung dieses Vereins war der damalige starke Drang nach Geräteturnen und Kraftsportarten. Unter großer Opferbereitschaft an Zeit und Geld wuchs der Verein schnell auf fast 100 Mitglieder an.

Geturnt wurde im Freien und die Turngeräte konnten nur notdürftig unter-gebracht werden.

Zwei Jahre später erkannte auch der damalige katholische Jungmännerverein den Wert des Turnens als Leibesübung und der

Persönlichkeitsbildung und gründeten die Sportabteilung „D J K“, deren 1. Vorstand Alfons Holl war.

In den folgenden Jahren war ein starker Aufwärtstrend zu erkennen. Dieser Trend wurde aber mit Beginn des 1. Weltkriegs unterbrochen.

Nach Beendigung des 1. Weltkriegs wurde die Entwicklung im sportlichen Bereich weitergeführt. Beteiligt waren dabei die beiden Vereine DJK und

 

TSV, die Oedheim ihren sportlichen Stempel aufdrückten.

Weiterhin wurde durch die aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Soldaten auch das Fußballspiel eingeführt. Da die damals überall entstehenden Fußballmannschaften nach Beschluss des deutschen Turnerbundes keinem Turnverein angehören durften gründeten sie ihren eigenen Verein Namens „Teutonia - Sportverein Oedheim“.

 

Als 1920 der Fußballclub „Teutonia“ bei der Gemeinde um Überlassung eines Spielplatzes bat, wurde das Gesuch abgelehnt.

 

1921 erhielten dann der Turnverein, Jünglingsverein und Fußballverein einen Sportplatz im sogenannten „Säukies“. Diese Lösung entsprach allerdings nicht den Erwartungen der Sporttreibenden.

Ein erster Höhepunkt in der Oedheimer Sportgeschichte war das DJK-Turnfest 1923, welches gleichzeitig das erste größere Fest in Oedheim war.

 

Ein weiterer Hemmschuh in der Entwicklung des Sports in Oedheim war 1934 der Verbot der DJK „Deutsche Jugendkraft“ durch die Nazis. Dadurch war ein großer Teil der Sporttreibenden gezwungen ihren Sport aufzugeben oder in den TSV zu wechseln.

 

Während des Krieges kam der Sport dann in Oedheim total zum Erliegen. Die meisten jungen Männer waren zum Kriegsdienst eingezogen und an die Front berufen. Die Daheimgebliebenen hatten für den Sport in dieser Phase keine freie Zeit übrig.

 

Als 1925, angesichts des immer größer werdenden Zulaufs zum Fußballsport, der Beschluss des deutschen Turnerbundes aufgehoben wurde schlossen sich die Turner und die Kicker zu dem Turn - und - Sportverein zusammen.

Weiteren Auftrieb bekam das sportliche Leben durch das 1927 erstellte Jugendheim, das dann auch als Behelfsturnraum für den Schul- und Vereinssport diente.

 

 

Vereinschronik der Sportvereinigung Oedheim e.V. ab 1946

 

In der Endphase des 2. Weltkriegs lag der Sportbetrieb in Oedheim total danieder. Die reifere

Jugend war zur Wehrpflicht eingezogen. Die Jüngeren wurden im Wehrsport erzogen. All das brach bei Kriegsende wie ein Kartenhaus zusammen.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges 1945 regte sich bei den zu Hause verbliebenen und den nach und nach aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Sportlern der Wunsch, wieder Sport zu treiben. Nur in welcher Form und in was für einem Verein wusste man noch nicht, denn von der Besatzungsmacht waren alle Verbindungen aufgelöst und verboten worden. Neue Vereinsgründungen mussten beantragt und unter politisch durchleuchteten Männern geführt werden. Angesichts dieser Sachlage, die einen völligen Neubeginn forderte, setzte man sich in kleinem Kreis zusammen und diskutierte die Möglichkeit eines Zusammenschlusses beider ehemaliger Sportvereine.

 

Als dann das von den Nazis beschlagnahmte Jugendheim an seinen früheren Besitzer zurückgegeben wurde, war eine Stätte vorhanden in der Turnen und sonstiger Sport Einzug halten konnte. Es entwickelte sich ein reges Sporttreiben. Die beiden früheren Vereine wurden unter der Leitung von Ludwig Denzer DJK und Franz Schäfer TSV wiederbelebt.

Im Mai 1946 trafen sich dann 5 Sportler, die damals wichtig, parteilos waren, zu einer Besprechung im Hause Schäfer. Es waren die Sportler:

Franz Schäfer u. Hugo Binnig vom ehemaligen Sportverein

Ludwig Denzer u. Franz Müller vom ehemaligen DJK

Karl Hofmann als Neutraler.

Das Ergebnis dieser Unterredung war, in Oedheim nur einen Verein zu gründen der Sport betreibt. Mit dem Namen: „Sportvereinigung Oedheim“

 

Gründungsversammlung am 12.05.1946

 

Am 12. Mai 1946 schlug die Geburtsstunde der Sportvereinigung Oedheim. Nachmittags um 15.00 Uhr trafen sich 127 Männer und Jungmänner, um unter dem Vorsitz des damaligen Hochwürden, Herrn Pfarrer Gentner, die Sportvereinigung aus der Taufe zu heben. Der Geistliche richtete mahnende Worte an die Anwesenden. Nach all den langen Jahren der Not, des Leides und der Zerstörung solle gerade im Sport der Anfang eines Zusammenwachsens gemacht werden, da doch die beiden früheren Vereine, TSV und DJK, im Sport die gleichen Zielsetzungen hatten. Seine Ausführungen und seine Bemühungen, beide Vereine zusammenzuführen, fielen in der Versammlung auf fruchtbaren Boden.

Anschließend sprachen für die DJK Sportkamerad Ludwig Denzer und für den TSV Sportkamerad Franz Schäfer über ihre Vorstellungen und Zielsetzungen im neuen Verein. Nach lebhafter Diskussion schritt man zur Wahl der ersten Vereinsleitung. Nach geheim durchgeführter Wahl sah die Vorstandschaft folgendermaßen aus:

 

1.  Vorstand                     Ludwig Denzer

2.  Vorstand und

     sportlicher Leiter         Franz Schäfer

Jugendleiter                     Franz Müller

Kassier                            Josef Heimberger

Schriftführer                    Hermann Sandel

Ausschussmitglieder      Franz Karle

                                        Wilhelm Fronle

                                        Karl Hofmann

                                        Hugo Binnig

 

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses durch Herrn Hochwürden Pfarrer Gentner ergriff der Vorstand Ludwig Denzer das Wort.

Er dankte allen Anwe­senden für ihr Erschei­nen und für den guten Willen, Oedheims Sport wieder neu zu beleben, zum Wohle aller Bürger. Weiter dankte er der Musikkapelle für die musikalische Umrah­mung der Gründungs­

versammlung. Zur Zufriedenheit aller Anwesenden schloss um 18.30 Uhr Vorstand Ludwig Denzer die Versammlung.

Nun begann der Alltag im Vereinsleben, der zu dieser Zeit ausgefüllt war mit dem Organisieren von Sportkleidung, Fußballschuhen, Bällen und dergleichen mehr. Der erste öffentliche Auftritt der jungen Sportvereinigung war ein Sportfest am 01. September 1946 auf dem Sportplatz am Kocher mit leichtathletischen und turnerischen Übungen. Außer der schon voll im Spielbetrieb stehenden Fußballabteilung, den Turnern und den Leichtathleten wurde 1946 auch eine Handballabteilung gegründet, und unter der Leitung von Kurt Hitzel hatte sie sich in kurzer Zeit zu einer leistungsstarken Gruppierung entwickelt.

 

Gründungsversammlung 12.05.1946

 

 

      1. Musikstück

      2. Begrüßung          H.H. Pfarrer Gentner

      3. Erklärung der beiden Vorstände

      4. Verlesen der Satzungen

      5. Musikstück

      6. Wahlen

      7. Aussprache

      8. Musikstück

 

      Als feierliche Umrahmung war zur Grün-      dungsversammlung auch der Musikverein       anwesend. Beim Lied „Ich hatte einen      Kameraden“ sang die gesamte Versamm-              lung mit.

1947 beantragte Sportkamerad Walter Karger auch eine Tischtennisabteilung. Diese wurde dann im Jahre 1949 von Bruno Drachler gegründet, jedoch war ihr kein langes Leben beschieden.

 

Auch dies zeigt, dass in der Anfangszeit ein reges Treiben und Voranschreiten in der Sportvereinigung herrschte. Sorgen um einen gesunden Nachwuchs brauchte man sich nicht zu machen.

 

Am 19.11.1948 wurde dann der Beschluss gefasst den Verein im Amtsgericht eintragen zu lassen. Ab sofort sollte der Verein „Sportvereinigung Oedheim e.V.“ heißen. Jedoch zog sich die endgültige Eintragung noch bis in Jahr 1952 hinein, da das Amtsgericht verschiedene Änderungen in der Vereinssatzung durchführen wollte.

 

Aber schon bald zeigte sich nach der ersten Begeisterung das Gesicht des grauen Vereinsalltags. Die einzelnen Abteilungen machten personelle und spielerische Krisen durch, die sich bis zum Jahre 1949 hinzogen.

 

Das Vereinsschiff hatte in diesen Monaten unter dem Vorstand Kurt Hitzel eine recht unruhige Fahrt. Innere Spannungen und Fragen der Sportplatzbenutzung zwischen der Fußball- und Handballabteilung führten zu internen Auseinandersetzungen. Es drohte schließlich sogar eine Loslösung der Fußballabteilung vom Gesamtverein. Die Abteilung beantragte als VfR Oedheim eine Aufnahme in den Landessportbund. Diesem Antrag wurde sogar kurzzeitig einen positiven Bescheid gegeben.

 

Am 30. August 1949 fand dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Jugendheim statt. Kreisvorsitzender Fritz, Fußballbezirksvorsitzender Maier und Bürgermeister Joos versuchten gemeinsam, in eindringlichen Appellen eine endgültige Trennung zu vermeiden. Ihre Bemühungen führten nach einer teilweise harten Aussprache zum Erfolg wobei der ausschlaggebende Punkt, die Androhung einer lebenslänglichen Sperre für alle abtrünnigen Spieler war. Die Einheit blieb erhalten, eine gefährliche Krise war überwunden.

 

Am 28. August 1949 blickte die Sportvereinigung Oedheim - unter zeitlicher Einbeziehung der beiden früheren Vereine TSV und DJK - auf eine 40jährige Vereinsgeschichte zurück. Das Jubiläumssportfest brachte gute Ergebnisse. Es beteiligten sich die Vereine aus Binswangen, Degmarn, Neckarsulm, Oberkessach und Offenau. Die herausragende Leistung war die 100-Meter Zeit von Heinz Keicher in 11,5 Sekunden. Während dieser Veranstaltung wurden am 01.09.1949 auch die ersten Ehrenmitglieder ernannt. Dies waren:

August Strenkert, Wilhelm Leitz, Alois Sandel, Heinrich Schenk sen., Wilhelm Bauer, Alfons Holl, Alois Eckert, Eugen Heim, Josef Eichhorn, Franz Denz, Martin Herold, Alois Jochim und Alois Schanzenbach.

Die Geehrten hatten sich alle schon um die beiden Ursprungsvereine verdient gemacht.

 

Gerade die Leichtathletikabteilung erzielte Anfang der 50er-Jahre beachtenswerte Erfolge. Unter der Leitung von Franz Schäfer hatte man in den Aktiven Sebastian Durchdewald, Marzell Herold, Rudi Müller, Wilhelm Sandel, Paul Auerbach, Clemens Herold, Alfred Mosthaf und Heinz Keicher einen bewährten Stamm von Leichtathleten. In diesen Jahren gewann dann Heinz Keicher im Jahr 1953 auch zum dritten Mal die Bezirksmeisterschaft und zum fünften Mal in ununterbrochener Reihenfolge den Titel des Kreismeisters über die Sprintstrecken von 100 und 200 Metern. Vordere Plätze gab es auch für die Oedheimer Teilnehmer am Diözesansportfest in Ulm.

 

Die Leichtathletikjugend mit Kurt Hamberger, Bruno Keilbach, Hermann Jochim, Franz Bauer, Günther Ochs und Klaus Sailer wurde in Neuenstadt Gewinner eines hart umkämpften Wanderpreises. Die Erfolge der Abteilung setzten sich beim Diözesansportfest in Stuttgart fort. Mit einer Zeit von 11,0 Sekunden siegte Heinz Keicher über die 100 Meter Distanz. Der Name „Sportvereinigung Oedheim“ hatte im „Ländle“ einen guten Klang.

 

Auf Grund der hervorragenden Zeit im Stuttgarter Neckarstadion erhielt Heinz Keicher eine Berufung in die Ländermannschaft des DJK zu einem Dreiländerkampf in Basel.

 

Am 04.07.1953 findet eine außerordentliche Generalversammlung statt. Einziger Tagesord­nungspunkt: „Neubau eines Sportplatzes im Dienerwald“.

 

Hierbei wurde für den Sportplatzneubau abgestimmt und eine Arbeitsstundenanzahl von 50 Stunden pro Mitglied wurde festgelegt. Letztendlich musste aber noch lange auf einen neuen Sportplatz gewartet werden, da die Ausführung des Vorhabens an den finanziellen Aufwendungen in Höhe von 60.000 - 80.000 DM veranschlagt wurden. Der Sportplatzneubau war in der Folge jedoch immer wieder ein Thema.

 

15.05.1954: Erstmals wird das Frauenturnen in der Sportvereinigung erwähnt. Unter der Leitung von Frl. Wolff sollte eine Gruppierung aufgebaut werden. Was genau daraus wurde konnte aber nicht mehr zurückverfolgt werden.

Durch die auf Kreisebene bestens bekannte Leichtathletikabteilung wurde die Sportvereinigung am 17. April 1955 Ausrichter der Kreiswaldlaufmeisterschaften.

 

Über die Pfingstfeiertage 1955 konnte die Fußballabteilung zum zweiten Male ihre Schweizer Freunde vom FC Schötz begrüßen. Diese gern gesehenen Gäste waren beeindruckt von der Gastfreundschaft in Oedheim. Für alle Beteiligten waren es schöne und unvergessliche Tage.

Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte bildet das Dorffest vom 18. bis 20 Juni 1955; für die Sportvereinigung als Ausrichter wurde es ein voller Erfolg.

 

In der Generalversammlung an 10.12.1955 gibt der Leichtathletikabteilungsleiter, Heinz Keicher, das Ende der Abteilung mit folgenden Worten bekannt:

     „Ich bitte die Anwesenden sich noch einmal von             den Sitzen zu erheben“

dann führte er aus:

     „Die Leichtathletikabteilung ist nach anfänglichen           Erfolgen bei den Diözesanmeisterschaften und in      Kochendorf den Weg alles Irdischen gegangen.             Sie ruhe in Frieden. - Ich danke!“

Somit war eine bisher sehr erfolgreiche und harmonische Abteilung der Spvgg aufgelöst. Sie hat sich danach trotz mehrfacher Anstrengungen auch nie mehr erholt.

 

Am 29 Dezember 1956 veranstaltete man unter Leitung des 1. Vorsitzenden Heinrich Schenk im Jugendheim eine Weihnachtsfeier, verbunden mit verschiedenen Ehrungen. Unter anderem wurden für besondere Verdienste innerhalb der Fußball- und Handballabteilung folgende Sportkameraden mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet:

Eugen Denz, Walter Karger, Otto Gramling, Eugen Hessenthaler, Alfred Loleit sen., Lorenz Fruh, Alfons Baumgart.

 

Es war im Jahre 1956/ 57, als Heinrich Ullmann als Abteilungsleiter, den Tischtennis Sport wieder aufleben ließ. Der aktive Spielbetrieb begann mit der Saison 1957/ 58 und verlief bis zum Jahre 1962 erfolgreich. Die teilweise aufgetretenen Schwierigkeiten wurden durch eine einmalige Kameradschaft und den Opferwillen der Spieler - auch in finanzieller Hinsicht - gemeistert.

 

Ein langgehegter Wunsch der Sportvereinigung wurde im Jahre 1957 Wirklichkeit. Unter Regie von Bürgermeister Natterer begannen die Arbeiten zum neuen Sportgelände in der „Glückshalde“. Der persönlichen Initiative des Bürgermeisters war es zu verdanken, dass unter Mithilfe einer Neckarsulmer Einheit der US- Armee die umfangreichen Sanierungsarbeiten vorgenommen werden konnten; unter anderem wurden 20 000 Kubikmeter Erde abgetragen. Durch diese großzügige Unterstützung konnten rund 50 000 DM gespart werden.

Des weiteren hatte sich die Sportvereinigung bei der Planung des neuen Sportgeländes bindend bereit erklärt, aus eigenen Geldmitteln die Außenanlagen fertigzugestalten - das bedeutet in Eigenarbeit die Herstellung der Fuß- und Handballtore, Umschrankung des Platzes, Anbringung eines Ballfanges, das Setzen von Hecken und Bäumen, sowie Mithilfe beim Fertigen und Aufstellen der Sitzbänke. Die Bewachung der Planierraupen bei Nichtarbeit und über Nacht wurde von Mitgliedern des Vereins übernommen. Insgesamt wurde an 69 Tagen Wache gehalten. Verpflegt wurden die Amerikaner unter anderem von unserem Mitbürger Johann Bauer und seiner Frau, die lange Jahre in Amerika gelebt hatten.

Die Gemeinde allein wäre sicher nicht in der Lage gewesen, dieses Projekt angesichts der beschränkten Finanzmittel zu verwirklichen. Die US- Armee hat sich durch diese Hilfe eine bleibende Erinnerung geschaffen.

 

Das 50-jährige Jubiläum der Sportvereinigung Oedheim fand vom 20 bis 22 Juni 1959 statt. Mit einem Jubiläumsabend begannen die ereignis­reichen Festtage. Vorstand Heinrich Schenk konnte viele Freunde und Förderer des Oedheimer Sportlebens begrüßen. Schirmherr der Veranstaltung war Bürgermeister Natterer. Die Jubilarehrung hatte in der Verleihung von Gauehrenbriefen, verbunden mit einem Geschenk der Sportvereinigung ihren besonderen Höhepunkt. Ihn erhielten:

Heinrich Schenk sen., Alois Sandel, Wilhelm Bauer, Martin Herold, Alois Schanzenbach, Franz Denz,

Eugen Heim, Karl Erlewein, Alois Jochim, der frühere Oberturnwart Wilhelm Hofmann aus Neckarsulm und der Mitbegründer Franz Eckert aus Sontheim.

 

Die sportlichen Wettkämpfe begannen am Sonntag mit den leichtathletischen Dreikämpfen. Willi Vogt vom TSV Neuenstadt sorgte im 100-Meter Endlauf mit 11,0 Sekunden für eine hervorragende Zeit. Die Fußballer besiegten ihre Freunde aus der Schweiz, den 1. FC Schötz, mit einem knappen Ergebnis. Das Jubiläumshandballspiel gewannen die Gastgeber gegen ihren Ortsrivalen Degmarn mit 17:13. Mit einem bunten Abend und einem Kinderfest am Montag fanden die Festtage ihren Ausklang. Der Sportverein konnte auf ein wohlgelungenes Fest zurückblicken.

 

Die alljährlich stattfindenden Sportwerbetage hatten am 14. August 1961 einen besonderen Knüller. An den Wettkämpfen beteiligte sich die Fußballmannschaft des amerikanischen 54. Panzergrenadierregiments aus Heilbronn. Das Treffen trug dazu bei, Freundschaften zu schließen und Verständnis füreinander wachsen zu lassen - bis heute eine der obersten Aufgaben des Sportes. Einen weiteren Abschnitt in der Vereinsgeschichte bildete die Eröffnung der neuen Sportanlage am 08. und 09. September 1962. Der offizielle Einweihungsakt wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der Gemeinde durch Bürgermeister Natterer vorgenommen. In seiner Festansprache gab das Oberhaupt einen kurzen Abriss über die Entstehung der gelungenen und repräsentativen Anlage. Er dankte noch einmal den amerikanischen Einheiten aus Neckarsulm und den zahlreichen freiwilligen Helfern der Sportvereinigung für ihren selbstlosen Einsatz. Das Sportheim mit seinen modernen Umkleidekabinen, Geräteräumen, Toiletten, Duschräumen und dem Aufenthaltsraum fand besonders bei den aktiven Sportlern Dank und Anerkennung. Die bisherigen sanitären Einrichtungen hatten in keiner Weise den Anforderungen entsprochen - Grund genug, sich über diesen Tag zu freuen.

 

Die neue Sportstätte gab dem Verein die notwendigen Impulse und die Trendentwicklung zeigte nach oben. Ein voller Erfolg waren auch die Sport- und Werbetage am 26. August 1963.

Folgende Mitglieder erhielten die Ehrennadel in Gold und wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt:

 

Hugo Binnig, Anton Kegel, Wilhelm Leix, Alfons Spohrer und Franz Spohrer.

 

Während ihrer 40jährigen Vereinszugehörigkeit hatten sie den Sportgedanken in Oedheim in besonderer Weise gefördert.

 

Die Generalversammlung vom 14. Dezember 1963 brachte eine Änderung in der Vereinsführung. Heinrich Schenk, der den Verein zehn Jahre lang geschickt und mit persönlichem Einsatz durch Höhen und Tiefen geführt hatte, kandidierte nicht mehr für das verantwortungsvolle Amt. Er wurde für seine Verdienste um die Sportvereinigung zum Ehrenvorstand ernannt. Die Versammlung wählte Paul Auerbach zum neuen 1. Vorsit­zenden.

 

Um das neue Sportgelände für die Abteilungen das ganze Jahr zum Training ausnützen zu können, wurde im Jahre 1965 das aufstellen einer Flutlichtanlage beschlossen und in die Tat umgesetzt. Hier darf lobend unser Sportkamerad Franz Herdecker erwähnt werden, der uns mit Einverständnis der EVS und mit seinen Spezialisten das Aufstellen der sechs 15 Meter langen Betonmasten ohne Entgelt abnahm. Ohne seine Zusage hätte das Projekt in dieser Form nicht durchgeführt werden können. Auch sind an dieser stelle dankend die Mitglieder zu erwähnen, die in vielen Stunden und selbstlosem Einsatz die umfangreichen Grab- und Betonarbeiten bewältigt haben.

 

Als nach Wochen harter Arbeit zum ersten Mal das Flutlicht eingeschaltet wurde, herrschte unter den Anwesenden im wahrsten Sinn des Wortes helle Freude über das gelungene Werk.

 

Anfang der 60er Jahre fasste endlich auch das Frauenturnen in Oedheim Fuß. Die ersten Übungsabende fanden in der alten Kinderschule statt. Durch den Turnhallenneubau erhielt die junge Abteilung dann den nötigen Aufwind, und bald mussten die Übungsabende in vier Gruppen aufgeteilt werden.

 

Auch bei der Tischtennis-Abteilung erfolgte durch die Fertigstellung der neuen Schulturnhalle ein Neubeginn im Jahre 1967. Vom Vorstand der Sportvereinigung gebeten, übernahm Erich Schenk den Neuaufbau der Abteilung unter der Bedingung, seinen Weg selbst festlegen zu können - und dieser hieß: Reine Jugendarbeit in den ersten fünf Jahren! Sehr bald zeigte es sich, dass bei der Oedheimer Jugend - männlich und weiblich - hier eine echte sportliche Marktlücke bestanden hatte. Entsprechend rege war der Zulauf. Nachdem einige „Kinderkrankheiten“, wie bei allem Neuen, überwunden waren, ging es bergauf und die sportlichen Erfolge blieben nicht aus.

 

Die Vereinssatzung wurde im Jahr 1970 neu überarbeitet und von der Generalversammlung im Entwurf gebilligt. Aus dem Rahmen der übrigen Veranstaltungen fielen die Sportwerbetage vom 27 bis 30 Juni 1970. Höhepunkt war die Fußballbegegnung einer Kombination der Sportvereinigung Oedheim/ SC Amorbach und der Spitzenmannschaft der Regionalliga Südwest, SG Ludwigsburg. Am Sonntag standen sich der SC Amorbach und die Sportvereinigung Oedheim in einem weiteren Freundschaftstreffen gegenüber.

 

Die Handballer mit Verstärkung durch den TSV Degmarn spielten gegen den Verbandsligisten SG Zuffenhausen.

 

Im Dezember 1970 veranstaltete die Sportvereinigung Oedheim eine Winterfeier im Jugendheim. Anstoß dazu war der Gedanke, vor allem den nicht so im öffentlichen Blickpunkt stehenden Abteilungen, wie im Kinder- und Frauenturnen und der Tischtennisabteilung, zusammen mit den Fußballern und Handballern Gelegenheit zu geben, unserer großen Vereinsfamilie und Freunden der Sportvereinigung Ausschnitte aus den Übungsstunden zu zeigen. Die Resonanz seitens der Mitglieder und der Bevölkerung war gut.

Im Sommer 1971 wurde der Rasenplatz, der durch die vielen Mannschaften sehr gelitten hatte, von der Gemeinde neu gerichtet. Ab dem Spieljahr 1971/ 72 musste man mit den Fußballern auf den Sportplatz des TSV Degmarn ausweichen. Durch das Entgegenkommen des TSV Degmarn konnte auch während dieser Zeit der komplette Spielbetrieb aufrechterhalten werden. Die Handballer führten ihre Punkt- und Freundschaftsspiele auf dem alten Sportplatz am Kocher durch. Mit der erstmaligen Wiederbenützung bei unserem Jubiläum vom 22. bis 25. Juni 1973 konnte die Gastrolle in Degmarn beendet werden.

 

Viel Arbeit brachte das Fest zum 25-jährigen Jubiläum der Spvgg Oedheim mit sich. Schon im Vorfeld mussten viele Arbeitsstunden geleistet werden, zur Renovierung des Sportheims und zur eigentlichen Festgestaltung. Das eigentliche Fest wurde dann auch in einem würdigen Rahmen durchgeführt. Die sportlichen Darbietungen sowie das Festprogramm im Festzelt, das dieses Mal unterhalb des Sportheims aufgebaut war, konnten alle Besucher von den Aktivitäten des Vereins überzeugen.

 

Samstags am Heimatabend im Festzelt konnte die Spvgg viele Oedheimer Vereine als Mitwirkende begrüßen. Der anschließende Tanz ließ einen harmonischen Festabend ausklingen.

 

Die Hauptattraktionen in sportlicher Hinsicht waren zum einen das Handballspiel einer Neckarsulm/Degmarn/Oedheimer Auswahl gegen den TSV Deizisau (Südd. Oberliga) und als weiteren Höhepunkt das Fußballspiel der Auswahl A-Klasse Unterland gegen die Auswahl B-Klasse Kocher-Jagst.

Der Große Bunte Abend am Sonntag wurde durch die aus dem Fernsehen bekannte Showgruppe „Die 7 Baranovas“ und „Die 3 Ofratis“ bereichert. Durch das Programm führte der schwäbische Humorist „Ernst Romminger“.

 

Im Juli 1973 wurde in unser Sportheim eingebrochen. Der Wert der gestohlenen Waren war geringer als die Beschädigungen durch die Einbrecher. Dies hatte zur Folge, dass die Spvgg Probleme bekam eine Versicherung zu finden, die das Risiko der Randlage im Dienerwald akzeptierte.

Das im Jahre 1962 mit der Sportanlage eingeweihte Sportheim wurde im April 1974 durch einen Brand stark beschädigt. Durch Unterstützung der Gemeinde und dem Arbeitseinsatz der Ausschussmitglieder konnte ein schneller Wiederaufbau erfolgen, so dass es bereits im September 1974 wiedereröffnet wurde. Das Jahr 1974 war von sportlicher Sicht aus geprägt durch das Gaukinderturnfest des Turngaus Heilbronn - Gruppe Nord - am 23. und 24. Juni an dem bei prächtigem Wetter über 700 Kinder teilnahmen. Verschiedene Ballspiele, Turnübungen, Gymnastische Darbietungen und auch die Leichtathletik wurden bei dieser Großveranstaltung ausgiebig gepflegt.

 

Im Jahre 1975 wurde das Flutlicht gegen neue stärkere Strahler ausgetauscht und das Kleinspielfeld der Handballer wurde mit einem Korkasphaltbelag erneuert.

 

Auch das Heimatfest der Gemeinde vom 13. - 16.06.1975 wurde durch die Sportvereinigung mit einigen Darbietungen und Gruppen beim Umzug unterstützt.

 

Eine besondere Attraktion war während unserer Sportwerbetage das Einlagespiel des FC Bayern München (Amateure) gegen die erste Mannschaft der Sportvereinigung. Hierbei wurde dann auch ein Trikot des „Kaisers“ Franz Beckenbauer zur Versteigerung gebracht.

 

Nach 12jähriger Amtszeit (1963 bis 1975) stellte sich der 1. Vorsitzende Paul Auerbach in der Generalversammlung 1975 nicht mehr zur Wiederwahl. Da in dieser Versammlung kein Nachfolger gefunden werden konnte, übernahm dieses Amt kommissarisch der 2. Vorsitzende Hermann Haag.

In dieser Generalversammlung wurde der Antrag gestellt eine neu gegründete Tennisabteilung in die Sportvereinigung aufzunehmen. Der Ausschuss wurde dabei ermächtigt Verhandlungen mit den Verantwortlichen durchzuführen. Die Angliederung kam aber nie zustande.

Bei den Sportwerbetagen 1976 waren die Höhepunkte der Auftritt der A-Jugend des VfB Stuttgart und das Einlagespiel des TSG Esslingen - damals württembergischer Handballmeister - gegen die erste Mannschaft der Sportvereinigung Oedheim.

 

Die Generalversammlung am 20. November 1976 musste abgebrochen werden, da weder ein 1. noch ein 2. Vorstand gefunden werden konnte. Eine außerordentliche Generalversammlung musste festgelegt werden. Diese fand am 22. Januar 1977 statt und wurde durch Kassier Willi Muth und Schriftführer Hermann Eil einberufen. Dabei waren 73 Mitglieder anwesend. Willi Muth zeigte in eindeutigen und klaren Worten die Konsequenzen auf, die beim Scheitern dieser Generalversammlung auf den Verein mit seinen fast 600 Mitgliedern zukommen würden. Er gab der Versammlung dann eine ‘Diskussionszeit von einer halben Stunde, anschließend erklärten sich doch Sportkameraden bereit, die verantwortungsvollen Ämter zu übernehmen.

 

Berufen wurden als:

 

1. Vorstand:      Erich Schenk

2. Vorstand:      Hans Haag

Kassier             Willi Muth

Schriftführer      Hermann Eil

 

Die Sportwerbetage 1977 wurden wiederum bereichert durch das Gastspiel der A-Jugendmannschaft des VfB Stuttgart.

In der Generalversammlung 1977 , die außerordentlich harmonisch verlief, wurde Eugen Walter zum Ehrenmitglied ernannt. Die Vorstandschaft blieb unverändert.

Beim Prominentenspiel der Sportwerbetage 1978 stan­den sich die Sportpresse Baden-Württemberg und eine Auswahlmannschaft der Sportvereinigungs-Funk­tionäre/ Gemeindeverwal­tung gegenüber. Die Oedheimer Kombination hatte aber keine Chance und unterlag mit 3 : 0

Toren.

 

Im Oktober 1978 wurde nochmals ein Antrag  einer Tennisabteilung um die Aufnahme in den Verein behandelt. Jedoch konnte auch diesmal keine Einigung erzielt werden.

 

 

Schlußzitat aus dem Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft 1978:

 

„Es gilt all den Sportkameradinnen und Sportkameraden Dank zu sagen, die Arbeit in irgend einer Form für den Verein und seine Jugend getan haben. Man sagt dazu Idealismus! Die Spvgg Oedheim hat mit dem Beschluss bei der „außerordentlichen Mitgliederversammlung“ am 31.10.1978, ein neues Sportheim zu bauen, noch eine große Aufgabe vor sich.

Wenn das Engagement und der Idealismus des Einzelnen, sich auch in der Zukunft realisiert, wenn wir alle gemeinsam „an einem Strick ziehen“, wenn wir alle durch Initiative den Verein mit Leben erfüllen, wenn wir in Gemeinsamkeit wissen, was wir wollen und für wen wir dies alles tun - nämlich für unsere Kinder und die Jugend der Gemeinde - dann sind wir ein Verein der lebt und auch in der Zukunft gesund und lebenswert sein wird!“ (Erich Schenk)

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Der Inhalt dieses Zitats ist auch heute noch gültig und sollte allen Mitgliedern ein Ansporn sein, die Arbeit im Verein noch intensiver zu betreiben.

 

 

Durch das fortgeschrittene Stadium des neuen Sportzentrums „Obere Lachen“ in Zugzwang gekommen, fand am 31. Oktober 1978 eine weitere außerordentliche Genera-versammlung statt.

Einziger Tagesordnungspunkt war der Bau eines Sportheims beim neu geplanten Sportzentrum durch die Sportvereinigung.

Die erfreuliche Anzahl von 105 Mitgliedern war anwesend. In Abstimmungen bejahte die Versammlung einstimmig folgende Fakten:

 

1.    Die Spvgg benötigt unbedingt ein Sportheim.

2.    Das Sportheim soll unter den gegebenen Umstän­den in Eigenregie gebaut werden.

3.    Es ist ein Bauausschuss zu wählen. Er erhält die volle Kompetenz von der Planung bis zur Fertigstellung des Sportheims.

 

 

Der Bauausschuss wurde ohne Gegenstimme von der Versammlung bestätigt.

In relativ kurzer Zeit wurden bereits während der Versammlung 7.000 Arbeitsstunden gezeichnet. Bei der Generalversammlung am 03. Dezember 1978 wurde Josef Ester zum Ehrenmitglied ernannt. der bisherige 2. Vorstand Hans Haag kandidierte für sein Amt nicht mehr; als Nachfolger wurde Alfred Denzer gewählt.

 

Anfang 1979 wurde der Verteilerschlüssel zur Aufteilung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Danach stand der Fußballabteilung 50%, der Handballabteilung 35%, der Tischtennisabteilung 10% und der Turnabteilung 5% des Beitragsaufkommens zu.

 

Das Jahr 1979 verlief in sportlicher Hinsicht im großen und ganzen reibungslos. Das Hauptinteresse hatte jedoch die Planungsarbeit des Bauausschuss.

Ein weiterer Punkt in diesem Vereinsjahr war, dass beschlossen wurde, dass sich die einzelnen Abteilungen in Zukunft selbständig verwalten sollen, da der Hauptausschuss mit den auf ihn zukommenden Aufgaben, hauptsächlich dem Sportheimneubau, ansonsten überlastet ist.

Bei der am 08. November 1979 stattfindenden Generalversammlung kandidierte der bisherige 1. Vorstand Erich Schenk für dieses Amt nicht mehr. Nach längerer Diskussion und verschiedensten Vorschlägen, konnte aus der Versammlung schließlich mit Werner Betz ein junger und tatkräftiger Nachfolger gefunden werden.

Weiterhin wurde das geplante Großprojekt „Sportheimneubau“ den anwesenden Mitgliedern erläutert.

Geplant war ein großzügiger Bau mit Pächterwohnung, einer Gaststätte für rund 100 Personen, vier Umkleidekabinen und ebenso vielen Duschräumen. Als Baubeginn wurde das Frühjahr 1980 angestrebt.

 

Ein neuer Abschnitt beginnt bei der Spvgg Oedheim mit dem Bau und Umzug in das Sportzentrum „Obere Lachen“

 

Im Jahr 1980 stand im Mittelpunkt der Baubeginn unseres neuen Sportheims beim neuen Sportzentrum. der erste Spatenstich konnte im Herbst ausgeführt werden.

 

Bei der Generalversammlung 1980 gab der Bauausschussvorsitzende Wolfgang Ehrhardt dann bereits den ersten Baubericht ab. In dieser Generalversammlung wurde Willi Denzer als 2. Vorsitzender gewählt, da der bisherige Amtsinhaber Alfred Denzer für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Der Mitbegründer und allererste 1. Vorsitzende der Spvgg Oedheim, Ludwig Denzer wurde bei dieser Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Als Ausblick wurde die Einweihung des Sportzentrums „Obere Lachen“ der 05. Juni 1981 genannt. Der Bauausschuss-vorsitzende Wolfgang Ehrhardt erläuterte die günstigen Umstände, die bezeichnend für den guten Fortschritt beim Sportheimneubau waren:

1.    Eine Gemeindeverwaltung mit offenen Ohren und Händen,

2.    ein belastbarer und arbeitsfreudiger Vereinsvorstand und

3.    ein harter Kern von Mitgliedern, der aktiv mitarbeitet.

Die Jahre 1981 und 1982 waren geprägt von vielen Aktivitäten des Vereins. Am 12. April 1981 fand der erste Basar zugunsten des Sportheimbaus statt. Innerhalb der Sportwerbetage gab es beim Jugendpfingstturnier internationale Begegnungen - Gastmannschaften waren sogar aus Schweden da. Durch kontinuierlichen Aufbau der Fußballjugend durch Jugendleiter Johann Grasi wurde die Fußballjugend und das Fußballjugendpfingstturnier weit über die Grenzen Oedheims bekannt. Insbesondere zu erwähnen ist, dass bei diesem Jugendpfingstturnier ein Fernsehteam vom Süddeutschen Rundfunk anwesend war und das Spiel unserer Fußballminis aufgenommen hat. Der Sportplatz in der Glückshalde bestand während dieser Sportwerbetage seine letzte große Belastungsprobe. Bei diesem Sportfest fand auch der vorläufig letzte Werbemarsch der Aktiven und Jugendlichen durch den Ortskern statt. Der Abschied von der alten Sportanlage wurde aber allseits freudig aufgenommen, da im Gewann „Obere Lachen“ ein Sportzentrum der Extraklasse entstand.

 

Am 29/ 30. August 1981 fand unter der Regie der Sportvereinigung das erste Oedheimer Straßenfest zugunsten des Sportheimbaus statt. Dabei hatten sämtliche Oedheimer Vereine für den guten Zweck - Sportheimneubau - mitgearbeitet, und jeder Verein spendete seinen Erlös der Sportvereinigung. Ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm, sowohl im kulinarischen Bereich als auch bei verschiedenen Geschicklichkeitswettbewerben brachte die Besucher dazu sich etwas länger als geplant bei diesem Fest aufzuhalten. Auch der Oedheimer Musikverein sowie die verschiedenen Oedheimer Chöre brachten ihren Beitrag zur

Gemütlichkeit in Form von musikalischer Unterhaltung dar. Zu diesem großen Erfolg hatte selbstverständlich auch die Bevölkerung Oedheims und Degmarns sowie der näheren Umgebung beigetragen.

 

Eine Woche später am 5/ 6. September 1981, mit dreimonatiger Verspätung gegenüber der ursprünglichen Planung, konnte dann das neue Sportzentrum in den „Oberen Lachen“ eingeweiht werden. In knapp dreijähriger Bauzeit ist das heutige Sportgelände für rund 2,8 Millionen Mark entstanden. Die Einweihung wurde neben dem 1. Vorstand Werner Betz durch den damaligen Bürgermeister Ley und Landrat Widmaier durchgeführt und dem eigentlichen sportlichen Zweck übergeben. Die kirchliche Weihe der Anlage nahm der Oedheimer Pfarrer Georg Remmlinger vor. Getestet wurde der neue „heilige Rasen“ mit einem Eröffnungsspiel durch die Gemeindeoberen, allen voran Bürgermeister Ley, und dem Gesamtvorstand der Sportvereinigung Oedheim. Nach den Eröffnungsfeierlichkeiten konnte folgendes Fazit gezogen werden: Diese gelungene Sportstätte sollte den Bedürfnissen der Gemeinde und des Sportvereins auf lange Zeit genügen.

 

Zur Abrundung des Sportzentrums wurde direkt daneben die Tennisanlage des Tennisclubs und die Tennishalle der Fa. Böhringer erstellt.

 

Damit war das Jahr 1981 zu einem der ereignisreichsten in der Vereinsgeschichte seit dem 12. Mai 1946 geworden.

 

Die Generalversammlung am 05.12.1981 war dann auch die letzte, die im alten Sportheim abgehalten wurde. Hauptsächlich erwähnt wurde das fast fertige

Bauprojekt des Sportvereins bei dem nur noch ca. 400 Arbeitsstunden bis zum Abschluss fehlten. Ansonsten herrschte in sportlicher Hinsicht allgemeine Harmonie.

 

Das Jahr 1982 ging ebenfalls in die Geschichte ein.

 

Am 27. März 1982 erfolgte die Einweihung unseres neuen Sportheims unter dem Stichwort

„Sportheim - eine tolle Gemeinschaftsleistung“

Warum Gemeinschaftsleistung?

Dass zu dieser Zeit aber trotzdem nicht alles reibungslos verlief zeigt folgender Beschluss, der am 09.11.1981 in einer Ausschusssitzung getroffen wurde:

 

Ab sofort ist während der Gesamtvorstandssitzung absolutes Alkoholverbot. Damit soll ein reibungsloser und sachlicher Verlauf gewährleistet werden!

 

Dieser Beschluss auf Grund der sich häufenden persönlichen Angriffe während der Sitzungen getroffen und hat sich bis heute bewährt. Dies heißt jedoch nicht, dass ein geselliges Beisammensein nach den Sitzungen nicht mehr möglich ist.

Nur durch ein konsequentes Miteinander, das heißt durch einen harten Kern von Mitgliedern, Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung, vornweg Herrn Bürgermeister Ley, durch die örtlichen Vereine sowie die Gesamtbevölkerung Oedheims konnte dieses Werk fertiggestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle sind vom Bauausschuss die Sportkameraden Wolfgang Ehrhardt, Hermann Haag, Eugen Denz, und Alfred Loleit sen. besonders hervorzuheben, die unermüdlich im Einsatz waren und die gleichzeitig noch die Verantwortung getragen haben.

 

Programm zur Einweihung des Sportheims am 27.03.1982:

 

1.     Begrüßung durch Vorstand W. Betz

2.     Rede Bauausschussvorsitzender W. Ehrhardt

3.     Rede Bürgermeister Ley

4.     Segnung durch Pfarrer G. Remmlinger

5.     Weitere Redner

Bei seiner Begrüßungsrede überbrachte dann Bürgermeister Ley auch einen Scheck über 24.470 DM. Für jede unentgeltlich und nicht vom Bauausschuss geleistete Arbeit nämlich 1 DM.

Insgesamt wurden beim Sportheimneubau 30 304 Arbeitsstunden geleistet. Abgerundet wurde die gesamte Veranstaltung durch einen Tag der offenen Tür am Sonntag den 28.03.1982.

 


Fakten, Zahlen und Interessantes zum Sportheimbau

 

31.10.78         

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Beschluss:    Die Spvgg Oedheim baut ein

                        Sportheim

 

Die 105 anwesenden Mitglieder stimmen einstimmig für den Bau.

Für den Bauausschuss stellen sich folgende Sportkameraden zur Verfügung:

Willi Jochim, Hermann Spohrer, Hermann Haag, Ludwig Bauer, Wolfgang Ehrhardt, Leo Marche, Franz Herdecker, Lisa Ester und von der Vorstandschaft Erich Schenk (1. Vorstand) und Willi Muth (Kassier)

7.000 Arbeitsstunden werden gezeichnet!!

 

02.08.80

Endlich Baubeginn! Nachdem das Wetter den ersten Spatenstich immer wieder verschob kann an diesem Wochenende endlich begonnen werden.

 

29.10.80

Die Außenwände des Untergeschosses stehen. Die 1.000 Stunden Grenze ist überschritten.

 

22.11.80

Die Handball-Damen führen eine Haussammlung zu Gunsten des Sportheimneubaus durch.

Ergebnis:         Spenden in Höhe von 4.682,40 DM

 

 

17.12.80

Die Plattendecke des Untergeschosses ist verlegt. Die ersten Räume sind somit trocken.

 

08.02.81

In einem Frühschoppengespräch werden die Mitglieder und Freunde über den Stand der Bauarbeiten informiert.

11.03.81

Die zweite Decke wird betoniert. Somit sind die heutigen Gasträume überdacht.

 

27.03.81

In einem Schreiben werden die Väter der sporttreibenden Jugend um die Mitarbeit an dem Projekt „Sportheimneubau“ gebeten.

 

12.04.81

Der Basar für den Sportheimneubau wird ein voller Erfolg.

 

16.05.81

Bisher sind 7.200 Arbeitsstunden geleistet worden.

 

20.06.81

Der Gemeinderat legt beim Sportheimbau Hand an. In einem abendlichen Arbeitseinsatz hilft der 21 köpfige Gemeinderat das Sportheim einen gewaltigen Schritt voranzubringen

 

11.07.81

Nach über 8.000 unentgeltlichen Arbeitsstunden wird das Richtfest gefeiert! Alle Helfer sind herzlich

eingeladen. Den Richtspruch brachte das Bauausschussmitglied Eugen Denz (Denze Gen) zum besten.

 

05.08.81

Die 10.000 Stunden Grenze ist durchbrochen.

 

29./30.08.81

Straßenfest zu Gunsten des Sportheimbaus wird ein voller Erfolg. Alle Oedheimer Vereine beteiligten sich und spendeten die von ihnen erwirtschafteten Gewinne.

 

 

 

 

 

Richtspruch Sportheim Oedheim am 11.07.1981:

 

Schaut nur, wie sich heut’ alles freut!

Warum das? Ja wir sind soweit

dass unser Werk, Ihr dürft uns loben,

nun seinen Dachstuhl hat erhoben,

so dass wir nach dem Brauch, dem alten,

jetzt unser Richtfest können halten.

 

Die Maurer, Helfer und Zimmerleut,

die haben keine Müh’ gescheut.

Sie haben gehauen, gemessen, gezieht

bis alles hatte ein gut Gesicht.

Drum will ich auf sie mein Glas erheben,

die Handwerksleut, Helfer, sie sollen leben!

Hoch! Hoch! Hoch!

Zum Bauen aber braucht man Geld,

das weiß man in der ganzen Welt,

das wusste auch der Rat der Stadt,

der die Moneten bewilligt hat.

Es weiß auch jeder ohnehin,

Geld in dem Strumpf hat keinen Sinn,

man muss es unter die Leute bringen,

will man ein Werk wie dies vollbringen

Erst dann wird unser Geld zum Segen

für jung und alt und allerwegen.

Ein Werk, so schön wie hier beweist,

den Klugen Sinn und hohen Geist,

den unsre Herren ließen walten,

um unser Sportheim zu gestalten,

und Dank sei Ihnen noch gesagt,

dass sie so mutig es gewagt.

Hoch! Hoch! Hoch!

 

Ein Sportheim hat nun der Verein,

ein bisschen groß und nicht zu klein,

es ist so schön und so modern,

wie es auch hätten andre gern.

 

Wir alle sind darauf sehr stolz,

zumal es ist gebaut mit Holz.

Hier kann sich jedermann erfrischen,

und ab und zu auch „einen zischen“.

 

Dem Sportheim wünsch ich jetzt den Segen,

den unser Herrgott möchte geben.

Und nun ist meine Rede aus,

wir gehen jetzt zum Richtfestschmaus.

 

Zum Schluss trink ich mein Glas noch leer,

Zum Wohl der Sportvereinigung

und Gott zur Ehr!

 

                                                                                                                                Eugen Denz

 

 

05.09.81

 

Das neue Sportgelände wird eingeweiht. Die Zeremonie kann schon auf der Sportheimterrasse durchgeführt werden.

 

12.12.81

Die Generalversammlung 1981 ist die letzte offizielle Veranstaltung im alten Sportheim.

Ein Sonderbeitrag zu Gunsten des Sportheimbaus wird beschlossen.

 

10.01.82

Der erste offizielle Frühschoppen wird in den Schankräumen des neuen Sportheims unter der Leitung der Familie Schiemer durchgeführt.

Bis zur offiziellen Übergabe an einen Pächter führte die Familie Schiemer die Bewirtschaftung durch.

 

27.03.82

Einweihungsfeierlichkeiten

Im Kreise von Helferinnen und Helfern, Ehrenmitgliedern und Vereinsvorständen, Pfarrer Remmlinger, Bürgermeister Ley und den Gemeinderäten sowie anderen geladenen Gästen weiht die Sportvereinigung ihr neues Sportheim ein.

 

28.03.82

Tag der offenen Tür. Das Sportheim steht der gesamten Gemeinde zur Besichtigung offen.

 

15.04.82

Übergabe des Sportheims an den ersten offiziellen Gastronomen Markus Reuss und Dieter Bihr.

Seither

Ständige Bewirtschaftung durch einen Pächter.

 

Warum konnte so ein Projekt in Oedheim gelingen?

·       Gemeindeverwaltung und Gemeinderat standen jederzeit hinter dem Verein.

·       Alle anderen Oedheimer Vereine haben die Spvgg unterstützt.

·       Der größte Teil der eigenen Mitglieder hat sich in der Mitarbeit selbst übertroffen.

·       Die Verantwortlichen des Vereins haben jederzeit an einem Strick gezogen.

·       Die Unterstützung aus der Bevölkerung und vor allem den Gewerbetreibenden war einzigartig.

 

Besondere Leistungen zeigten die Sportkameraden vom Bauausschuss:

 

Bauausschussvorsitzender Wolfgang Ehrhardt mit weit über 2.000 Arbeitsstunden sowie Hermann Haag, Eugen Denz und Alfred Loleit sen.

 

 

 

 

Ab 1982 hatte die Spvgg ganz neue Vorraussetzungen.

Die Sportwerbetage fanden erstmals im neuen Sportzentrum statt; ebenfalls wurde dorthin der erste Oedheimer Dorflauf durchgeführt.

 

Im Jahre 1982 blickte die Tischtennisabteilung auf ihr 25jähriges Jubiläum zurück. Hierbei wurde auch zum ersten Mal das Tischtennis Hobbyspielerturnier durchgeführt.

 

Bei der erstmals im neuen Sportheim durchgeführten Generalversammlung am 04. Dezember 1982 wurden für außergewöhnliche Leistungen und Verdienste beim Sportheimneubau folgende Sportkameraden geehrt:

 

Wolfgang Ehrhardt, Hermann Haag, Eugen Denz, Josef Ester, Alfred Loleit sen., Clemens Isermann, Günther Krauskopf, Alfred Loleit jun., Helmut Münkel.

 

Bei dieser Versammlung wurde Alfred Loleit jun. zum 2. Vorstand gewählt, da der bisherige Amtsinhaber Willi Denzer nicht mehr kandidierte.

Das Jahr 1983 brachte schöne sportliche Erfolge, die auch auf das neue Sportzentrum zurückzuführen sind. Bei der Generalversammlung 1983 kandidierte dann der bisherige 1. Vorstand Werner Betz für dieses Amt nicht mehr Trotz mehrfacher Versuche gelang es der Vereinsführung und den 125 anwesenden Mitgliedern - damit bestbesuchte Versammlung seit 1952 - nicht, einen Nachfolger an der Spitz zu finden, so dass eine außerordentliche Generalversammlung Anfang des folgenden Jahres einberufen werden musste.

Ebenfalls in der Generalversammlung 1983 wurden für die bisherigen Leistungen im Verein folgende Sportkameraden geehrt:

 

Werner Betz, Hermann Eil, Johann Grasi.

 

Der Hauptkassier Willi Muth erhielt den Gauehrenbrief.

 

In den Monaten bis zur außerordentlichen Generalversammlung war es nicht möglich eine geeignete Person, welche das Amt des 1. Vorsitzenden übernehmen würde, zu finden.

Bei der folgenden außerordentlichen Generalversammlung am 31.3.1984 - bei der nur 63 Mitglieder anwesend waren - kamen keinerlei Vorschläge aus der Versammlung. Daraufhin präsentierte Alfred Loleit jun., in Absprache mit Werner Betz, diesen als Kandidaten des Gesamtvorstands. Dieser erklärte, dass er bereit wäre unter verschiedenen Bedingungen, das Amt des
1. Vorstandes wieder anzunehmen. Nach seinen Ausführungen, und mit dem Optimismus, dass die Erwartungen in die Tat umgesetzt werden, wurde er wieder gewählt.

 

Im Jahr 1984 wurde das Kinderturnen wieder stärker belebt, weiterhin wurde eine Mutter - Vater - Kind Gruppe neu eingeführt.

 

Bei der Generalversammlung 1985 war der Bau der Großturnhalle nicht auf der Tagesordnung erwähnt, er war aber dennoch einer der wichtigsten Programmpunkte, welcher durch die Anwesenden diskutiert wurde.

Höhepunkt war ansonsten die Ernennung von Hermann Sandel zum Ehrenmitglied. Weiterhin wurden mit Paul Auerbach, Otto Gramling, Willi Muth, Erich Schenk und Albert Schiemer fünf Altgediente für ihre besonderen Leistungen im Verein geehrt werden.

 

Im Rahmen der Sportwerbetage 1985 wurde wieder das Gaukinderturnfest auf dem neuen Oedheimer Sportgelände durchgeführt. Insgesamt nahmen an dieser Großveranstaltung 620 Kinder aus 18 Vereinen teil. Unter der guten Leitung der Turnabteilung wurde aber auch dieser unerwartete Ansturm gemeistert.

 

In diesem Jahr stand dann auch das 750jährige Jubiläum der Gemeinde Oedheim an. Die Sportvereinigung beteiligte sich, wie auch alle anderen Oedheimer Vereine, bei diesen Feierlichkeiten sowohl bei der Bewirtschaftung des Zeltes während der Festtage als auch bei der Durchführung des historischen Umzugs und zeigte auch verschiedene Darbietungen auf der Zeltbühne. Diese Veranstaltung zeigte wieder einmal, dass auch unter den ortsansässigen Vereinen eine enge Verbundenheit herrscht, die dann beim Gelingen solcher Großveranstaltungen zum Ausdruck kommt.

 

Die erste Vereinsmitarbeiterfeier fand am 7 Dezember 1985 statt. Diese Veranstaltung wird seither jedes Jahr als kleines „Dankeschön“ für die vielen fleißigen Hände im Verein durchgeführt.

 

Am 08. Februar 1986 wurde dann der letzte Sportlerfasching nach herkömmlicher Art gefeiert. Die Beschädigungen und Belästigungen, die während und nach der Veranstaltung auftraten regten die Vorstandschaft zu Überlegungen an ob unter diesen Umständen weiterhin ein Fasching durchgeführt werden sollte. Es ist schade, dass ansonsten schöne Veranstaltungen immer wieder durch einige wenige getrübt werden.

 

Gerade 8 Mitglieder fehlten bei der Generalversammlung am 15 Februar 1986 zum runden Tausender. Darunter waren ca. 350 Jugendliche, die von ca. 70 ehrenamtlichen Vereinsmitarbeiter unentgeltlich betreut wurden. Rudi Andres und Wilhelm Müller wurden in dieser Sitzung zum Ehrenmitglied ernannt. Erfreulich war noch zu vermelden, dass vom Sportheimneubau nur noch 50.000 DM zu bezahlen sind. Bei den Wahlen wurde Werner Betz einstimmig als erster Vorstand bestätigt.

 

Im März errang die D-Jugendmannschaft der Handballabteilung die Württembergische Meisterschaft der Saison 1985/86. Dieser nicht alltägliche Erfolg zeigte deutlich auf, dass in der Spvgg Oedheim die Jugendarbeit einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

 

Am 03. August 1986 verstarb dann der erste Nachkriegsbürgermeister der Gemeinde Oedheim Gregor Natterer. Er war hauptverantwortlich für den Bau des Sportplatzes in der „Glückshälde“, auf dem die Spvgg lange Jahre ihren Spielbetrieb abhielt.

 

Weiterhin im August konnte dann die Schallmauer durch das 1.000 ste Mitglied durchbrochen werden.

 

Bei der Generalversammlung 1986 konnte Vorstand Werner Betz auf ein weiteres erfolgreiches Jahr der Spvgg zurückblicken. Neben zahlreichen Ehrungen auf Grund 25 und 40-jähriger Mitgliedschaft, wurde Alfred Loleit sen. zum Ehrenmitglied ernannt. Erfreulich war auch die Anwesenheit von 108 stimmberechtigten Mitgliedern.

 

Am 28.02.1987 konnten die Aktiven der Spvgg zum erstenmal auch auf der Narrenbühne ihr Können zeigen. Dass die Prunksitzung bei den Gästen so gut ankommt hatte im voraus niemand erwartet. Aber die Beifallstürme der Besucher zeigten, dass sich die Spvgg wieder einmal auf dem richtigen Weg befand.

 

Bei den Sportwerbetagen am 14.06.87 feierte die Turnabteilung ihr 20-jähriges Bestehen mit etlichen Tanzdarbietungen auf dem Sportgelände. Zusätzliche Impulse setzten verschiedene musikalische Beiträge durch Gäste aus der Partnerstadt Degerfors

 

Beim Straßenfest zu Gunsten des Musikheimbaus konnte die Spvgg ihren Gemeinschaftssinn unter Beweis stellen und brachte durch verschiedene Beiträge ihren Teil zum Gelingen des 2. Oedheimer Straßenfestes bei.

 

Am 22 und 23.08. konnte dann die Tischtennisabteilung auf eine 30-jährige Laufbahn zurückblicken. Gefeiert wurde auf dem Gelände der Kochertalschule mit vielen sportlichen Beiträgen im Aktiven- und Hobbyspielerbereich.

 

Auch bei der Generalversammlung 1987 am 27.02.88 konnte auf ein erfolgreiches Sportjahr

zurückgeblickt werden. Wie schon in den Vorjahren lag das Hauptaugenmerk auch diesmal wieder auf der Jugendarbeit. Gleichzeitig wurde der langjährige Kassier Willi Muth (seit 01.01.74), nach dessen altersbedingtem Rücktritt, zum Ehrenmitglied ernannt. Werner Betz erheilt die Bestätigung für seine tadellose Arbeit als 1. Vorsitzender und wurde für weitere zwei Jahre einstimmig bestätigt. Als Nachfolger von Willi Muth wurde Alfred Denzer gewählt.

Die Neuzeit beginnt wieder mit einem Großereignis.

Am 25. Februar 1989 war es soweit. Die langersehnte Großsporthalle war für die ersten Aktivitäten freigegeben, wenn auch die offizielle Einweihung noch etwas auf sich warten ließ, so konnte die Handballabteilung doch ihren ersten Spieltag darin abhalten.

Am selben Tag fand auch die Generalversammlung 1988 statt. Neben einer Vielzahl an Ehrungen wegen langjähriger Vereinszugehörigkeit, wurde der ehemalige erste Vorsitzende Paul Auerbach zum Ehrenmitglied ernannt. Seine Tätigkeiten innerhalb des Vereins stellte alles bisher dagewesene in den Schatten. Enttäuschend waren die nur 87 anwesenden Mitglieder bei einem Gesamtmitgliederstand von 1.135. Ein heftig diskutierter Punkt waren die Verbotsschilder, die die Gemeindeverwaltung an den Sportanlagen anbringen ließ, nachdem es dort zu Beschmutzungen und Beschädigungen gekommen war. Ein weiterer kritischer Punkt waren die momentanen Probleme mit der Sportheimgaststätte.

 

Die Einweihungsfeier für die neue Großsporthalle war dann am Wochenende vom 02.06. - 04.06.1989. Dem offiziellen Einweihungsakt am Freitag 02.06.89 um 18:00 Uhr folgte ein erlesenes sportliches Programm, das so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer einige Leckerbissen zu bieten hatte. Neben dem VFL Pfullingen (2. Handballbundesliga) sorgten auch die Tischtennisspieler vom Bundesligisten TSV Sontheim und die Bundesligaturner der SV Neckarsulm für sportliche Hochleistungen. Aber auch das restliche Programm mit vielen Jugendlichen zeigte, dass die neue Sportstätte unbedingt benötigt wurde. Diese neue Sporthalle schaffte die Voraussetzungen für eine noch intensivere Jugendarbeit, besonders bei den hallengebundenen Sportarten.

August 1989. Unter Federführung des damaligen Fußballabteilungsleiters Paul Heimberger wird die Flutlichtbeleuchtung vom ehemaligen Sportgelände Glückshälde auf das Degmarner Sportgelände umgezogen.

Im Dezember 1989 wurde der Erbbaurechtsvertrag bezüglich des Sportheims in der Gemeinderatssitzung genehmigt. Endgültig unterzeichnet wurde er am 23.01.1990

 

Wiederum enttäuschend war der Besuch der Generalversammlung 1989 am 17.03.1990. Vorstand Betz konnte nur 73 Mitglieder begrüßen. Bei 1.178 Mitgliedern kam man nicht annähernd an die angestrebte 10% Hürde. Eine außerordentliche Ehrung erhielt Johann Grasi, der sich nach 14-jähriger Tätigkeit als Fußballjugendleiter zurückzieht. Werner Betz wurde für ein weiteres Jahr als erster Vorsitzender bestätigt.

 

Am 15.06.1990 begann ein neues Bauvorhaben der Spvgg. Die ersten Arbeiten für das geplante Turnier- und Gerätehaus wurden durchgeführt. Es wurde noch im selben Jahr zum Großteil fertiggestellt. Die gesamten Arbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt.

69 anwesende Mitglieder in der Generalversammlung 1990 am 02.03.1991 waren erneut enttäuschend. In dieser Versammlung wurde Otto Gramling zum Ehrenmitglied ernannt. Werner Betz wurde in seinem Amt als 1. Vorsitzender ein weiteres Mal bestätigt.

Nach einem relativ ruhig verlaufenen Sportjahr 1991 brachte die Generalversammlung am 14.03.1992 einige Änderungen. Neben dem anwesenden Neubürgermeister Ulrich Ruoff konnten insgesamt 100 Mitglieder begrüßt werden. Nach 12-jähriger Vorstandstätigkeit stellte sich Werner Betz nicht mehr für sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Uwe Ullrich durch die Versammlung gewählt. Ihm zur Seite wurden Alfred Loleit jun. und Alfred Denzer in Ihren Ämtern bestätigt. Weiterhin wurde eine Satzungsänderung zur Einführung der Jugendordnung beschlossen. Diese Jugendordnung gibt den Jugendlichen die Möglichkeit schon frühzeitig eigene Anregungen mit in das Vereinsleben einzubringen.

Am 04.04.1992 schlossen sich die beiden Handballabteilungen der Spvgg Oedheim und des TSV Degmarns zu einer Spielgemeinschaft zusammen. Nachdem schon längere Zeit im Jugendbereich gemeinsame Mannschaften gemeldet wurden, war dies der letzte Schritt um auch weiterhin guten Sport zu zeigen.

Turbulenzen gab es im Oktober und November 1992. Nachdem der 1. und 2. Vorsitzende wegen Unstimmigkeiten in der Vorstandschaft innerhalb kurzer Zeit nacheinander zurückgetreten sind wurde am 04.12.1992 eine außerordentliche Generalver-sammlung einberufen. Nach eingehender Lösungssuche wurden in dieser Sitzung Alfred Loleit jun. zum 1. und Armin Krauskopf zum 2. Vorsitzenden bis zur ordentlichen GV im März 1993 gewählt.

In der GV am 13.03.1993 kehrte nach der Bestätigung der beiden Vorstände wieder Ruhe ein. Eugen Denz wurde hierbei zum Ehrenmitglied berufen. Eine Satzungsänderung ermöglicht in Zukunft die Verteilung der Vorstandsgeschäfte auf insgesamt 4 Vorstände.

Das Sportjahr 1993 verlief zur Zufriedenheit aller Verantwortlichen zum Glück wieder ruhiger.

In der Generalversammlung am 12.03.1994 wurde Alfred Loleit jun. als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Mit 114 Anwesenden war dies eine der best besuchten Versammlungen der letzten Jahre.

Bei der Generalversammlung 1994 am 11.03.1995 wurde Günther Marche als 3. Vorstandsmitglied gewählt. Weiterhin besteht nun nach einem Antrag der Tischtennisabteilung die Möglichkeit Pflichtarbeitsstunden einzuführen, um der sinkenden Bereitschaft zur Mitarbeit im Verein entgegenzuwirken.

Das Jahr 1995 stand schon ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf die Jubiläumsfeierlichkeiten. In der GV 1995 wurde die Vereinsführung wieder einstimmig bestätigt, so dass das Vereinsjubiläum vom 19.07 -22.07.1996

auf bewährte Kräfte gestützt zu einem weiteren High-Light in der Geschichte unserer Sportvereinigung werden kann.